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Cefalù und Umgebung


Cefalù

Die Stadt Cefalù, das antike Kephalodion - griechischer Begriff, der sich auf Kopf und, in diesem Fall, auf die natürliche Form des Felsvorsprungs, der die Landschaft dieses Städtchens dominiert, bezieht - befindet sich in einer vorteilshaften Lage in der palermitanischen Provinz, ist um den massiven und eindrucksvollen Fels gebaut, der im Lauf der Jahrhunderte immer eine verteidigende Rolle gehabt hat.

Cefalù ist eine der 15 sizilianischen Gemeinden, die zum Park der Madonien gehören, und ist ein wichtiges Zentrum- nicht nur unter naturalistischem Aspekt sondern auch unter dem Geschichtlichen, in ihrem Gebiet sind viele Zeugnisse der im Laufe der Zeit durch menschliche Hand geformten Landschaft bewahrt worden, der Übergang wird von den Überresten der Betriebe, der kleinen Kirchenröcke und Mühlen bezeugt. Der vorherrschende Lebensrhythmus in diesem Gebiet ist natürlich ausserhalb der Normalität und besteht in dem Charme anderer Zeiten, vom lokalen Handwerk und einer tausendjährigen Bauerntradition. Das Ganze ist weise mit der faszinierenden Schönheit der Natur und der Vegetation, die zum Park gehört, vereint.

Eine Stadt wie Cefalù beeindruckt wegen ihres Charmes, der von der aussergewöhnlichen Position, der wundervollen, romanischen Kathedrale, die sich über das Labyrinth von kleinen Strassen und verschiedene mittelalterliche Elemente erhebt, gegeben ist.

Heutzutage ist die Stadt ein touristisches, gut ausgestattetes Badezentrum, dass über Hotelanlagen, Hotels, Restaurants und Bars verfügt, dabei aber gerät ihre grosse römische und vor allem normannische Geschichte nicht in Vergessenheit; genausowenig wie die Fähigkeit, sich im Verlauf der Jahrhunderte stets den verschiedenen Bedürfnissen des Momentes anzupassen und somit beständig das städtische Grundbild mit zu verändern.

Die Ursprünge

Obwohl über den tatsächlichen Ursprung noch heute diskutiert wird, ist der Ursprung der Stadt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Ansiedlung der Ureinwohner Siziliens zurückzuführen, die sich dank der Kontakte mit den verschiedenen Völkern, die ab dem V Jahrhundert vor Christus wirtschaftlich wie finaziell dieses Gebiet dominierten, weiterentwickelten. In dieser bekannten sizilianischen Stadt kann man unzählige archäologische Überreste bewundern, wie zum Beispiel die Ruinen eines alten Schlosses, den für seine Mosaike berühmten Dom, den Mandralisca-Palast, den Sitz des gleichnamigen Museums, welches preziose Kunstwerke aufbewahrt, und auf dem Vorsprung des Felsens, der das Wohngebiet überragt, findet man die Reste eines megalithischen Heiligtums, Diana-Tempel genannt, der sogar auf das IX Jahrhundert v.Chr. zurückzuführen ist und, zusammen mit anderen Papieren der prehistorischen Zeit, die Anwesenheit einer Ansiedlung schon vor der hellenistischen Epoche an diesem Ort bestätigt.

Gut organisierte Ausgrabungen haben es ermöglicht, die Geschichte der Stadt bis zu ihren frühen Anfängen, als die Stadt noch, wie bereits erwähnt, den Namen Kephaloidion trug, zu rekonstruieren. Schon zu dieser Zeit hatte sie Kontakte zu den hellenistischen Zentren der Insel, wie auch dann im Mittelalter und in der Moderne. Diese Ausgrabungen erlauben es die Anwesenheit von Menschen in diesem Gebiet bereits in der Vorgeschichte zu bestätigen. Die wenigen, aber sehr interessanten, antiksten Überreste, die zu beachten sind, wurden vorwiegend aus den Grotten "delle colombe" und"delle giumente" zurück ans Tageslicht geholt und die Zisterne, die in den Tempel Diana eingeschlossen ist, ist aus dem IX Jahrhundert v.Chr. Vom Tempel Diana kann man hierzu nur Vermutungen zum ursprünglichen Bau des Gebäudes angeben, da es scheint, dies sei im Moment der Installation des Frourions gebaut und folglich renoviert wurden. Scheinbar ist der Bau auf das V Jahrhundert v.Chr. datierbar. Seine religiöse Rolle im Verlauf der letzten Jahre ist durch die Anwesenheit verschiedener Überreste byzantinischer Kirchen bescheinigt. Die Struktur wird megalithisch genannt und besteht in einer polygonalen Form aus grossen Blocksteinen, verschiedenen Räumen und einem Korridor, der zum einzigen Eingang mit monolithischem Architrav führt. Die Studien dieser historischen Dokumente bestätigen, dass die Bewohner der Festung Kephalodions sich 396 v.Chr. mit dem kartaghischem General Imilcone verbündeten. Danach, als die kartaghische Expansion in Sizilien durch Dionigi dem Alten gestoppt wurde, fiel Cefalù in die Hände Siracusas. Nach verschiedenen Veranstaltungen, während des ersten punischen Krieges, wird sie, 254 v.Chr., von den Römern, die auch den Namen der Stadt in Cephaloedium änderten, erobert. Unter der römischen Herrschaft jedoch, erfährt das Städtchen kein Wachstum, sondern wurde auf den Stand "civitas decumana" reduziert. Mit der Ankunft Augustus wird Cefalù zu einer bewohnten Stadt, aber es ist notwendig zu beachten, dass der Status der Unterwerfung und die irrelevante Wichtigkeit, die ihr zugerechnet wird, bleiben weiterhin konstant während dieser Zeitspanne. Mit dem Untergang des westlichen, römischen Reiches entwickelt sich die Stadt bemerkenswert zurück, insbesondere im physischen Sinn, da der ursprüngliche Stadtkern vorher entlang der Küste gebaut, nach und nach verfällt und Platz für eine neue Ansiedlung um den Rocca schafft.

Verschiedene Überreste, die man in diesem Gebiet vorfindet und, unter anderem, auch aufzeigend für die hellenistisch-römische Epoche des Gebietes sind. Unter diesen sind vor allem die Mauern der Festung, der Diana-Tempel auf dem Rocca, die Reste von Strassen, die insbesondere wegen ihrer reichhaltigen Bodenpflasterung auffallen und tatsächlich eine reguläre Stadtorganisation und das Vorhandensein von mittelalterlichen Gassen belegen; die Nekropolis mit zahlreichen Gräbern, einige dieser wirklich monumental, die in einer Zeitspanne zwischen dem IV und I Jahrhundert v.Chr. entstanden sind, zu zitieren. Der Gürtel der Festungsmauer, der trotz seines Alters, noch in einem gut erhaltenen Zustand ist, trägt dazu bei, Cefalù das Aussehen einer uneinnehmbaren Festung zu geben. Die Struktur ist ist durch Türmchen und weitere Mauern vervollständigt. Hier sind besonders die Reste eines Turmes, dessen unterer Teil in die Chiesa della Madonna della Catena eingebaut worden ist, und der Bastione Marchiafava zu nennen.

Der best erhaltenste Teil der Festungsmauer, auch dank der über die Jahrhunderte angedauerten Restaurationsarbeiten, ist der im Norden, wo man die durch archäologische Ausgrabungen wiederentdeckten Reste bewundern kann. Ein anderer Aspekt des Mauergürtels ist die Porta Marina bzw. Porta Pescara, das einzig übriggebliebene der ursprünglichen vier Stadttore, die die Stadtmauer unterbrachen und den Zugang zur Stadt ermöglichten.

Die fehlenden Eingangstore hiessen "Porta Terra", "Porta d'Arena o d'Ossuna", "Porta della Giudecca". Die "Überlebte" besteht aus einem gotischen Bogen und eröffnet den Ausblick auf ein sehr schönes Panorama nahe dem Meer.

Die Strassen sind hauptsächlich aufgrund ihres sehr reichen Bodenpaviments sehenswert und unter diesen ist besonders nennenswert die Strasse aus dem Augustus-Alter und die aus Kieselsteinen aus dem IV Jahrhundert v.Chr., beide in der Nàhe des Doms. Die heutige Strassenstruktur der Stadt sieht eine Hauptstrasse, den Corso Ruggero, vor, dieser teilt die Stadt in zwei Teile und bietet dem Besucher die Möglichkeit, in zwei differente Sektionen einzutauchen, ein mittelalterlicher Stadtteil auf der einen Seite, durch ein Labyrinth aus kleinen Strassen und Passagen charakterisiert und auf der anderen Seite, der zweite Teil mit einer regelmässigen Strassenkonformation. In einer anderen und weiteren aktuellen Strasse kann man das bereits erwähnte Stadttor "Porta Marina" und die Reste eines antiken Waschhauses, im Gemeindemund "'U Ciuni" [der Fluss] genannt, bestaunen. Das Waschhaus wurde bis vor einige Jahrzehnte genutzt, über seinen Ursprung diskutiert man noch heute, da der wahrscheinlich mittelalterliche Ursprung nie durch sichere Beweise nachgewiesen worden ist. Die in Lavastein eingearbeitete Treppe hinuntersteigend, tritt man in einen Raum, der durch eine tiefe Decke der damaligen Zeit charakterisiert ist. Im Innern sind die Öffnungen in den Wänden, die den Wasserzufluss ermöglichen, zu bestaunen. Unter dieser Konstruktion existiert eine Art Graben, der dem Wasser den Zugang zum Meer ermöglicht. In der Nähe des Waschhauses befinden sich die Thermen, die auch unter dem Begriff "Il bagno di Cicero" bekannt sind, ein Ausdruck, der auch dem angrenzenden Platz seinen Namen gibt. Weiterhin zu nennen sind die Überreste der alten Wohnhäuser, insbesondere drei Räumlichkeiten, die auf sehr alte Bewohnungen des III und II Jahrhunderts v.Chr. zurückzuführen sind. Die geschichtliche Wichtigkeit dieser Räume ist ausserdem durch den Fund einer antiken Giara (Jar, Aufbewahrungsgefäss), die noch Bronzemünzen des IV Jahrhunderts v.Chr. enthielt, bestätigt. Unter den verbliebenen Fundstücken späterer Zeit ist ein Mosaikboden vom Ende des IV Jahrhunderts v.Chr. nennenswert. Er stellt Pflanzen- und Tierfiguren dar, besonders sticht eine Taube, die direkt aus der Quelle des ewigen Lebens trinkt, hervor. Auch die hellenistische Nekropolis hat, selbstverständlich, ihre Wichtigkeit in der Geschichte, welche durch das Vorhandensein einiger Inschriften bewiesen ist. Ein Teil der wiedergefundenen Inschriften der meridionalen Nekropolis dieser Stadt sind zur Zeit im schon genannten Museum Mandralisca aufbewahrt.

Eine andere, von diesem Gebiet überstandene Herrschaft ist die Arabische, die 858 begann, als die Stadt an das palermitanische Emirat angeschlossen wurde und sich der Name in Gafludi änderte. Um diese urbane Einheit an der Küste wieder aufblühen und sie zu ihrem alten Glanz zurückkehren zu sehen, muss man jedoch bis zu folgenden Übernahme durch den edlen Normannen Roger II - 1063 - warten, ein Event, der bemerkenswerte städtische und organisatorische Veränderungen mit sich brachte.

Es ist tatsächlich durch die Ankunft der Normannen, dass die Stadt eine Periode höheren Glanzes durchlebt und, zum Beispiel, Bischofssitz wird. Dadurch entstanden viele wirtschaftliche und politische Vorteile. Aus der Zeit der Normannen gibt es unzählige, sichere Beweise, wie zum Beispiel der Dom, oder besser gesagt die arabisch-normannische Basilica-Kathedrale und das Osterio Magno. Das Osterio Magno war wahrscheinlich der Reichswohnsitz von Roger II und ist erst kürzlich restauriert und als öffentliches Gut wiedereröffnet worden. Die architektonischen und strukturellen Elemente des ehemaligen Wohnsitzes zeigen die zeitliche Entwicklung, die das Gebäude erlebt hat, auf. Die Struktur setzt sich in der Tat aus zwei zeitlich getrennten Teilen zusammen. Der älteste Teil ist der, der in Lavastein und goldenem Gestein realisiert wurde so gegen Ende des XIII Jahrhunderts. Ein zweiter und späterer Teil des Baus besteht aus einen quadratischen Turm.
Die Stadt genoss eine grosse wirtschaftliche Prosperität bis zur zweiten Hälfte des XII Jahrhunderts, fing aber an zu verfallen als Zivilkriege auf der Insel begannen, erst zwischen den Vertretern der Schwaben und der der Anjou und dann zwischen den letzten und den Vertretern der Aragoner.

Die Ventimiglia-Familie, eine der mächtigsten des Reiches, ist wiederholte Male mitten in der Wut der Attacken gewesen. Sie wurde durch blutige Auseinandersetzungen belastet, auch während des Kampfes zwischen der Erfüllungsgehilfin Königin Bianca di Navarra und Bernardo Cabrera (1410-1412). Mit der Rückkehr des königlichen Hofs (1451) lernt di Stadt erneut eine Zeit der Blüte kennen und gewinnt ihren Ruf bezüglich des Rechtsstudiums wieder, bis 1533, das Jahr, in dem das eifersüchtige Catania es schafft, die Aussetzung durchzusetzen. In den folgenden Jahrhunderten vermischen sich die geschichtlichen Geschehnisse Cefalùs mit denen den restlichen der gesamten Insel.

Das Schloss auf dem Rocca ist einst das Zentrum eines Streits um den Besitz zwischen Friedrich II und dem Bischof von Cefalù Arduino gewesen, ein Streit, der mit dem fast gänzlichen Sieg der Kirche endete. Danach ist das Schloss auch Gefängnis für Carlo II gewesen und unter Alfonso V D'Aragona wurde es an die Ventimiglia verkauft und folglich vom Bischof Sarzana gekauft. Der chronologische Ursprung ist ungewiss, weil einige Ausgrabungsfundstücke sich auf eine planimetrische Konstruktion von Anfang des XIII Jahrhunderts beziehen, während das Vorkommen von silbernen Pierreali annehmen lassen, dass es später so gegen Ende des genannten Jahrhunderts gebaut worden ist. Das Gebäude baut sich auf einen rechteckigen Grundriss mit zwei Türmen auf und die Überreste sind einerseits durch die strategische Lage auf dem Rocca und andererseits durch eine Festungsmauer, die es umgibt, geschützt.

Die Heiligenstätte Gibilmanna ist der Madonna gewidmet. Der Name dieses Gebietes hat arabischen Ursprung und kommt von "Gibel el Mann" - Berg des Manits - oder "Gibel el Iman" - Berg des Glaubens -. Schon seine natürliche Lage, an den Hängen des Pizzo S. Angelo und mit einer gewissen Höhe, wie auch dieses eingetaucht sein in verschiedene Wälder aus Buchen, Eichen, Kastanien, Äschen und Elmen, verleiht diesem Ort einen gewissen Charme. Es scheint, sein Ursprung liegt vor langer Zeit und ist mit der Geburt der Benediktiner-Gemeinden, eine Vereinigung, die durch den Willen des Papstes Gregorio Magno bestimmt wurde, zusammen zu bringen. Im Lauf der Jahrhunderte hat sich dieser Ort dank wichtiger Beiträge anderer religiöser Orden bemerkenswert bereichert, und ging somit von den Händen der Einsiedler in die der Cappuccini Brüder über. Natürlich hat das heilige Gebäude im Lauf der Jahre mehrere strukturelle Veränderungen durchlebt und die bezeichnensten und grössten sind der Barock-Epoche zuzuschreiben. Im Innern findet man unzählige Ausdrücke der figurativen Kunst auf heiligem Hintergrund, von der der Madonna gewidmeten Kapelle (der ersten Jahre des 17. Jahrhunderts), in der ein byzantinisches Fresko, dass der heiligen Mutter und Ihrem Sohn gewidmet ist, vorfindet ("Madonna col Bambino"). Das bereits genannte Museum hier behält sich den Verdienst vor, noch mehr geschichtlichen und kulturellen Charme in diese Struktur hinzuzufügen und bietet die Möglichkeit, heilige Parameter, Gebrauchsgegenstände und mit einfachen Materialien realisierte Werke zu besichtigen. Unter den anderen hier aufbewahrten Fundstücken finden sich auch Werke der Arbeitsstätten und verschiedenen Workshops der Cappuccini. Man kann ausserdem ethnisch-antropologische Stücke, die die Kunst des "Selbstgemacht", die auch viel von den Mönchen genutzt wurde und die Spiritualität des Einfachen und der Bescheidenheit der Franziskaner wiederspiegelt, bezeugen, bewundern. Dann gibt es noch eine Reihe von Gemälden, die vor allem als eine diskrete historische Dokumentation der für den Bau Gibilmannas wichtigen Personen und den religiösen Orden darstellen. Zum Beispiel das Gemälde, welches Bruder Sebastiano, den Gründer des Klosters, darstellt, und auch das, dass San Francesco und Santa Chiara gewidmet ist. In diesem Museum, wie schon erwähnt, atmet man eine Luft der Bescheidenheit und Armut, die die bekannte Spiritualität der Franziskaner wiederspiegelt und weswegen man sich nicht über das Fehlen von Werken berühmter Künstler wundern sollte, genauso wenig wie über das Vorhandensein von besonderen Inschriften und handsignierten Werken. Das Museum kleidet die Rolle des Sorgerechtlers der verschiedenen Werke und ermöglicht so die Nutzung des Kunsterbes der Kloster-Sitze der Cappuccini, und ist Frà Giammaria di Tusa zugeschrieben, der im XVI Jahrhundert lebte.

Ein weiterer Aspekt ist das städtische Museum Mandralisca, das sich genau gegenüber der Heiligenstätte, von der wir soeben sprachen, befindet. Dies ist im letzten Jahrhundert in der Funktion der gleichnamigen, kulturellen Vereinigungsgründung und dank der Spenden, bestehend aus künstlerischen und geschichtlichen Objekten, vom Baron Enrico von Mandralisca gegründet worden. Es ist in verschiedene Sektionen unterteilt, die Bibliothek, die Kunst-Galerie, der archäologische Teil, die Numismatik und die Malakologie. Die hier aufbewahrten Gegenstände haben eine gewisse Wichtigkeit und reichen von einer griechischen Beisetzungsinschrift aus dem I Jahrhundert v.Chr. bis zu einer diskreten numismatischen Sammlung, die verschiedene Münzen, den differenten Stadt-Staaten der Insel und teilweise Cefalù und Lipari zuordnungsbar, enthält. Das Geschichtsreichtum dieses Museums ist auch durch den Besitz einer so starken Bibliothek bestimmt, in der unzählige Bücher, die ein bemerkenswertes nicht nur kulturelles, sondern auch geschichtliches Interesse haben. Das wahrscheinlich berühmteste und verdienterweise mehrmals in Erinnerung gerufene Werk ist das von Antonello da Messina realisierte Gemälde "Ritratto di Ignoto". Es ist nötig auf die Kunst-Galerie zurüchzukommen, die dieses bedeutende Meisterwerk bewahrt und sehr reich an weiteren wichtigen Kunstwerken ist, die eine Zeitspanne vom XV bis XIX Jahrhundert umfassen. Die archäologische Abteilung in diesem Museum zeigt Fundstücke, die während der Ausgrabungsarbeiten in dem Gebiet rund um Cefalù und auf den Äolischen Inseln gefunden wurden. Ein Fundstück das eine Zeile mehr verdient ist der "Cratere del Venditore di tonno", der durch die Arbeit mit der Technik "a figure rosse" ("von roten Figuren") hergestellt wurde.

Hier muss man nun unbedingt vom wichtigsten Monument der Stadt sprechen, der Dom mit normannischem Ursprung. Der weitergegebenen Legende nach, befahl der edle Roger II den Bau der Kathedrale um Gott zu danken, dass er ihn während eines Sturmes rettete und in Cefalù stranden liess. Wie auchimmer, wenn man von ähnlichen Geschichten erzählt, ist es nötig damit extrem vorsichtig umzugehen, weil die Zweifel natürlich überall lauern. Tatsache ist, dass die Normannen für Ihren Beitrag in der bemerkenswerten Entwicklung der darstellenden Kunst und den Konstruktionen der ganzen Insel geehrt und geschätzt werden. Aber hier wundert es, dass, ausser der erwähnten Legende, jegliche Notiz über die wirtschaftlichen und politischen Beweggründe, warum Roger II gerade diese Stadt, mit Sicherheit eine der kleinsten, die er regierte, und weit von der Hauptstadt seines Reiches entfernt, auswählte, um diese beeindruckende Kathedrale, die keineswegs minderwertig gegenüber all den während der normannischen Herrschaft auf Sizilien gebauten Kirchen ist, zu bauen. Was am meisten von dieser superben, 1131 gegründeten Konstruktion auffällt, ist der klotzige Grundkörper, der fast wie eine Fetsung erscheint, die durch die beiden Türme auf der Vorderseite und durch die ganzheitliche Pracht das gesamte umliegende Gebiet dominiert. Sie wird auf ein bereits existierendes Gebäude aufgebaut, wie bereits gesagt das Mosaik und andere Fundstücke andeutend, die hier durch Ausgrabungen gefunden wurden und, wie es scheint, auf eine römische Strasse zurückzuführen sind. Um die landschaftliche Pracht wirklich zu verstehen, sollte man nicht vergessen, dass der Dom die gesamte Altstadt dominiert und zwischen dem Meereshorizont und dem Berg voller wilder Natur, der sich in der Weite hinter ihm abzeichnet, eingeschlossen ist. Die ganze architektonische Wissenschaft, die zur Zeit des Baus anwesend war hat daran mitgewirkt: einige Einflüsse sind auf ägyptische Regionen zurückzuführen während das Projekt ein gewisses Zusammenleben der ursprünglichen, islamischen Architektur und einer späteren, vor allem byzantinisch bildstürmerischen und liturgischen, Strukturorganisation vorsieht. Nach dem Tod Rogers II erlebt die Kirche eine unvermeidliche Phase des Verfalls und des Vergessens des Willens ihres Schirmherrn, sie zu einem normannischen Pantheon zu machen. Aber glücklicherweise hat die Kathedrale auch im Verlauf der Jahrhunderte, die sie von ihrem ursprünglichen Bau bis in die moderne Zeit trennen, nicht ihre Schönheit und ihren Glanz verloren, auch wenn einige kleine Details bezeugen, dass ihre Originalstruktur nie fertiggestellt worden ist. Von den folgenden Phasen der Konstruktion errinnert man sich, zum Beispiel, die Anwendung der Dekorations-Technik der Mosaike in der Apsis. Um eine gründliche Analyse des gebäudes vorzunehmen, muss man bei seiner äusseren Struktur beginnen, die Vorderseite mit einem quadratischen, auch "turniale" genannten Vorplatz und zwischen den beiden mächtigen, quadratischen Türmen eingeschlossen, die ihr ein festungartiges Aussehen verleihen und ihrerseits von Biforen und Monoforen zugerichtet sind und durch zinngekrönte Turmspitzen vervollständigt wurden. Diese Ähnlichkeit mit einer Festung ist auch durch das Vorhandensein von Zinnen am südlichen Teil und den vielen Burrows und Gängen, die die verschiedenen Teile des Gebäudes verbinden, genährt.

Die Fassade wiederum ist durch das Vorhandensein von Panittera, die falsche Loggien und ein zentrales Spitzbogenfenster bietet, sowie das Eingangsportal, dass von Ambrogio da Como realisiert wurde, mit drei Bögen und von Säulen getragen, vervollständigt. Dieses Portal ist im XV Jahrhundert angefertigt worden. Ausserdem ist es durch Inschriften ins weisse Marmor verziert und hatte die ursprüngliche Funktion die seitlichen, von der Porta Regnum bewachten Malereien zu beschützen.

Die Konstruktion der Vorderseite wurde 1204 beendet. In den Innenraum der Kirche übergehend, muss man von ihrer Form von lateinischem Kreuz und ihrer Unterteilung in drei Kirchenschiffe, die durch Säulenreihen und Kapitellen in sikulisch-normannischen Stil festgelegt sind, reden. Das Querschiff hat eine grössere Höhe gegenüber den Seitenschiffen, auch wenn das ursprüngliche Projekt eine noch höhere Ausführung vorsah. Im Presbyterium sind die wundervollen Mosaike besonders aufmerksamkeitserregend, diese verkörpern würdevoll die meist genannte und darstellendste Rolle der Kirche und aus welchen die beeindruckendste Figur, der Christus Pantokrator, hervorsticht. Dieser befindet sich in der Apsis und hat eine segnende Hand und eine, die das Evangelium auf einer ganz bestimmten Seite geöffnet hält. Auf dieser Seite findet man den berühmten Satz, der Jesus als das Bezugslicht seiner treuen Anhänger erklärt. Seine Darstellung ist der in anderen Kirchen auf der Insel sehr ähnlich, wie zum Beispiel der Dom von Monreale.

Unter den anderen angebrachten Mosaiken im Presbyterium der Kirche findet man die Vergine orante (betende Jungfrau) in der Mitte der vier Erzengel, und auch noch die Figuren von Aposteln, Evangelisten, Profeten und Heiligen. Man kann ausserdem Personen, die von der Königtum und andere, die von Priestertum erzählen, bestaunen. Alle biblischen Personen, die hier aufgezählt wurden, tragen auch griechische und lateinische Inschriften, die den Namen andeuten. Letzlich, im Cruising sind die Darstellungen von vier Cherubimen und Serafinen vorhanden. Die verschiedenen Mosaike, um 1148 datiert - wie durch eine Epigrafie bestätigt-, wurden teuer von byzantinischen Künstlern gelegt, diese verstanden es, diese antike östliche Tradition mit einem logischen Bezug, anders und sicher nordisch, zu vereinen. Logischerweise bringt die Basilica-Kathedrale auch andere Darstellungen der anschaulichen Kunst mit heiligen Themen, die sicher genannt werden sollten, hervor.

Wir nennen das Fresko des XV Jahrhunderts, dass der "Madonna col Bambino" gewidmet ist und 1533 von Antonello Gagini angefertigt wurde, und verschiedene, monumentale Grabstätten, die in der basilikanischen Aula, die momentan restauriert wird, untergebracht sind. Wir rufen auch die neoklassizistischen Stucke, die man in der Kapelle der SS. Sacramento (heiligen Opferung) besichtigen kann, in Erinnerung, denn sie sind ein einzigartiges Beispiel dieser Art von Dekoration, die zuvor auch andere Teile der Kirche bedeckte und dann durch die Restaurationsarbeiten aber entfernt worden sind. Wie dem auch sei, das Vorhandensein dieser wenigen Überreste anderer Dekorations-und Verzierungsarten bezeugen das lange Leben dieser Kathedrale und wie diese im Lauf der Jahre den jeweiligen stilistischen Veränderungen und dem Geschmack des Volkes angepasst wurde.

Die kleineren Kirchen

Die Schönheit Cefalùs umfasst nicht nur das, was wir bisher erwähnt haben, sondern auch andere heilige, vielleicht etwas weniger bekannte Sehenswürdigkeiten, die jedoch eine Besichtigung verdienen. Über diese Kirchen gibt es verschiedene, teilweise widersprüchliche Informazionen, die die Wichtigkeit der Stadt in Sachen Geschichte noch erhöhen.

Die S. Biagio Kirche, Bischof und Märtyrer, hat eine Struktur, die aus der Konfusion einer gleichnamigen Kirche mit der, die dem heiligen Crispino und Crispiniano geboren wird, aber von derem zeitlichen Ursprung man wenige sichere Beweise hat, abgesehen von einigen Notizen zum Bau dieser, der durch den Einsturz einer anderen, einige Kilometer entfernten Kirche im Jahr 1500 ausgelöst worden sei. Die Kirche befindet sich nur wenige Mtere vom berühmten Waschhaus entfernt und besteht aus einer Kapelle mit Hüttendach, einem sehr einfachen archtektonischen Überblick, der ein einziges Portal zuträgt, dass von einem Bogenfenster überragt wird. Im Innenraum sind der in einem kleinen Raum aufbewahrte Altar und ein Fresko, das die Jungfrau darstellt, sichtbar. Die Kirche hat vor allem eine heilige und andächtige Bedeutung, weil sie die Reliquien des Heiligen, dem sie gewidmet ist, bewahrt. Auch von der Kirche, die S. Sebastiano gewidmet ist, hat man wenige sichere Informationen bezüglich ihres Baues, auch wenn man auf der alten Vorderseite eine Inschrift aus dem Jahr 1523 lesen konnte. Die Struktur des Heiligtums ist durch das Kloster S. Maria del Monte Carmelo vervollständigt. Diese Kirche nennt man eigentlich für ihre Einfachheit. Das Hauptmerkmal ist das Vorhandensein, in ihrem Innern, von vier kleinen Nieschen, die die heiligen Bilder, San Sebastiano, S. Teresa, S. Giuseppe gewidmet und ein Kruzifix aus Holz und ein "La Madonna del Carmelo" darstellendes Gemälde, dass vom Profeten Elia e S. Alberto umgeben ist, bewahren.

Eine weitere Kirche der Stadt ist die S. Oliva Kirche, 1787 gebaut, in der Nähe des gleichnamigen Turmes. Diese Kirche ist sehr einfach und präsentiert einen sehr bescheidenen Anblick, der ein Spitzbogenportal besitzt und in die man durch heraufsteigens einer kleinen Treppe, die die Inschrift des Baudatums der Kirche enthält, eintritt. Auch in ihrem Innern ist sie sehr einfach, mit nur einem Schiff, dass für zwei schöne Fresken nennenswert ist, das erste S. Oliva Jungfrau und Märtyrerin gewidmet und das andere der Vergine Addolorata (traurigen Jungfrau) gewidmet.

Ein tiefgründigeres Gespräch verdient sich die Maria SS. della Catena o dell'Addolorate Kirche, deren Bau im Jahr 1780 vervollständigt wurde. Ungefähr zehn Jahre danach wurde das Collegio dellßAddolorata, das bedürftige Frauen aufnehmen sollte, gebaut, ein Unternehmen, dass jedoch nicht für lange lang Zeit durchgeführt wurde und das dann die in der Vergangenheit von der Comunità della S. Vergine Addolorata, die mit der Kirche Santra Maria del Borgo zusammengeschlossen war, durchgeführten Aktivität übernahm. Die Kirche hat einen achtzehnhundertjährigen Anblick, bekannt für die Loggia, die von Säulen gestützt ist und neben der sich zwei Nischen mit zwei steinernden Statuen befinden. Eine dritte Nische bewahrt eine der Madonna gewidmeten Statue. Die äusserliche Erscheinung der Struktur ist durch einen Glockenturm vervollständigt, an dem gegen Ende des 19. Jahrhunderts zwei Uhren installiert worden sind, ein Ereignis, dass einige Veränderungen am Aufbau des Turmes mit sich brachte, um eben genau diesen Einbau der Uhren zu ermöglichen. Der Innenraum hat eine sehr einfache Aufteilung mit nur einem Kirchenschiff und ohne Apsis, insbesondere wegen einer S. Espedito gewidmeten Statue und einer San Rocco, der heilige Beschützer der Stadt gewidmeten Bücherei bekannt. Die gegenwärtige Kirche des Fegefeuers (Chiesa del Purgatorio) nimmt einen Platz ein, der früher von verschiedenen Gebäuden besetzt war, so zum Beispiel Cappella S. Margherita und die Kirche von S. Stefano. Die Struktur dieses heiligen Platzes ist eines der wenigen Beispiele des städtischen Barockes und präsentiert einen Anblick, der durch Rahmungen, Masken und Figuren bereichert worden ist. Im Innern dieser heiligen Struktur befindet sich die Cappella del Crocifisso (Kapelle des Kruzifix) und die des S. Pietro Apostolo (Kapelle des Apostels heiliger Petrus), die ihrerseits die der traurigen Madonna gewidmeten Statue bewahrt.

Die Gegenwart einer dem S. Giorgio gewidmeten Kirche in der Stadt ist durch verschiedene historische Dokumente bestätigt, auch wenn im Jahr 1648 dieser heilige Bau S. Leonardo getauft wurde und mit den "Casa delle Orfanelle Riparate" (Häuser der geheilten Waisenkinder) zusammengeschlossen wurde, wie man auch auf den Grabsteinen, die an dieses Ereignis errinnern, lesen kann. Von der ursprünglich rogerianischen Kirche bleibt nur das verstopfte Hauptportal, das aufgrund seiner architektonischen und figurativen Struktur ins Auge springt. Diese besondere Struktur besteht aus einem Spitzbogen in einen bestimmten Ring eingearbeitet. Der Inennraum ist sehr einfach und präsentiert eine Art Aula-Struktur, deren interessantester Teil natürlich der des Chores ist.